SEO 2018: Content is King – oder doch nicht mehr?

Es ist das Einmaleins der SEO-Welt: „Content is King.“

Alle Online Marketer haben von diesem Zitat gehört. In jedem zweiten Blog-Beitrag wird diese Weisheit dogmatisch wiederholt. Aber gilt diese Aussage überhaupt noch als zeitgemäß?

Lang lebe der SEO-König!

Wussten Sie, dass dieses Zitat von Bill Gates stammt? 1996 veröffentlichte er auf der Microsoft-Homepage einen Essay mit dem Titel „Content is King“. Für ihn stellte Content die Zukunft des Internets dar. Ausgehend von heute sollte er recht behalten. Doch was ist dieser ominöse Content überhaupt?

Grob übersetzt steht Content für Inhalte jeglicher Art.

– Blogartikel
– E-Books
– Infografiken
– Podcasts
– Ratgeber
– Umfragen
– YouTube-Videos
– Webinare

Diese kleine Aufzählung zeigt, wie vielseitig digitale Inhalte sein können. Ein Seitenbetreiber sollte seinen Lesern möglichst viele Content-Formen anbieten. Natürlich müssen die Inhalte zum Blog passen. Wer modische Kleidung verkaufen möchte, wird mit seinen Podcasts eher weniger Zuhörer erreichen. Ein Video ist die beste Wahl, da Mode visuell wahrgenommen wird.

Anders verhält es sich bei einem Finanzblog. Einige Besucher lesen sich Artikel über die Börse lieber in Ruhe durch. Andere lauschen gern einem Podcast auf dem Weg zur Arbeit. Überlegen Sie sich genau, wie Sie Ihre Zielgruppe am besten erreichen können. Die Wahl des richtigen Contents trägt erheblich zur digitalen Sichtbarkeit bei!

Lohnt sich der Aufwand?

Das klingt jedoch nach sehr viel Arbeit. Und das Zitat gibt es schon seit vielen Jahren. Wird es nicht bald durch eine neue SEO-Weisheit ersetzt?

Die Entwicklung verläuft in die komplett andere Richtung. Um das Jahr 2013 hat es genügt, einige Backlinks zu setzen. Viele Marketer haben fleißig Kommentare in fremden Blogs gepostet. Im Beitrag verlinkten sie dann zu ihrer Webseite. Diese Taktik wandten sie auch in Foren an. Zusätzlich schrieben sie fremde Seitenbetreiber mit der Bitte um einen Gastbeitrag an. Damals folgte Google einer simplen Logik: „Die Webseite erhält viele Links, also muss sie hochwertig sein. Deshalb ranke ich nun die Keywords auf Seite 1!“

Zum Glück schläft die IT-Abteilung des Suchgiganten nicht. Sie hat derartige Taktiken erkannt und ihnen einen Riegel vorgesetzt. Webseiten mit künstlichen Backlinks werden sogar abgestraft! Die Keywords ranken nicht mehr in den Suchergebnissen von Google. Wer digital sichtbar sein möchte, sollte sein Projekt natürlich entwickeln.

Ganz natürlich ranken

Das klingt so ein wenig nach Bio-Lebensmitteln. Back to the Roots, könnte man sagen. Zurück zu den Ursprüngen. SEO 2018folgt tatsächlich diesem Prinzip. Seit jeher versucht Google das beste Suchergebnis zu einem Keyword zu ermitteln. Clevere Marketer nutzen Lücken im Algorithmus, um sich einen Vorteil zu verschaffen. 2013 waren es zahlreiche Backlinks. Zur Jahrtausendwende gab es Webseiten, die aus einem einzigen Keywords bestanden.

Nun scheint Google den Kampf gegen minderwertige SEO-Maßnahmen gewonnen zu haben. Gute Inhalte sich wichtiger als jemals zuvor.

In den letzten Jahren konnten sich weitere Besucherquellen etablieren:
– Facebook
– Instagram
– LinkedIn
– reddit
– Twitter
– XING
– YouTube

Hochwertigen Content können Sie auf all diesen Plattformen streuen. Mit der Zeit werden Sie eine wachsende Leserschaft feststellen. Das erhöht Ihre Umsätze und schlussendlich die Profite.

Fazit: Nutzen Sie die Power von interessanten Inhalten. Content ist der wichtigste Rankingfaktor für SEO 2018. Es müssen keine 128 Blogartikel im Monat sein. Ungefähr zwei bis vier spannende Beiträge reichen für viele Projekte mehr als aus. So können Sie Ihre digitale Sichtbarkeit zielgerichtet erhöhen. Google wird Ihre Anstrengungen mit einem höheren Ranking belohnen.

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Quellen: https://mashable.com/2018/03/28/facebook-cambridge-analytica-future-of-data-science/#5IH9y.jCwOqi (1996, Bill Gates)